Fleischfressende Pflanzen

Fleischfressende Pflanzen gehören zu den vielfältigsten und geheimnisvollsten Lebewesen des Pflanzenreiches. Mit verschiedensten, wissenschaftlich immer noch nicht vollständig geklärten Mechanismen locken sie Tiere an, fangen und verdauen sie.

Sehr bekannt ist die Venusfliegenfalle, die in kleineren Gebieten der Ostküste der USA wächst. Aber auch andere raffinierte Vertreter wie der Sonnentau, die Schlauchpflanze oder der Wasserschlauch bedienen sich ihrer Fanginstrumente, um an wertvolle tierische Substanzen zu gelangen, die sie dem Boden mit ihren Wurzeln nur spärlich entziehen können.

Es lässt sich belegen, dass Fleischfressende Pflanzen nicht aus einem Spross in der Evolution hervorgegangen sind. Vielfach parallel haben sich unterschiedliche Fangsysteme herauskristallisiert. Zudem lassen sie sich auf jedem Kontinent finden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Kommensalen (Beziehungen zwischen Tier und Pflanze). Die Forschung in diesem Bereich hat gerade erst begonnen: Die Zusammenhangsketten sind komplex und erstrecken sich über mehrere Ebenen. Karnivoren töten nicht nur - sie stellen Lebewesen auch Unterkunft und Nahrung zur Verfügung.

   Die Venusfliegenfalle

Insekt auf einer Schlauchpflanze

Der Kap-Sonnentau
 
  Letzte Änderung: 10.08.2008
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